Ist das das Ende…

…oder nur der Anfang von etwas Neuem?

Inzwischen ist unser Propädeutikum am Ende angelangt, die mündlichen Prüfungen haben wir hinter uns gebracht und nun bleibt uns nur noch, diesen tollen Blog vorzustellen. Aber sind wir schon fertig damit? Kann ein Blog überhaupt jemals fertig sein?

Da war schon noch Dies und Das, worüber wir bloggen wollten. Die tolle Ausstellung unseres Schwesternstudiengangs Museum und Ausstellung, „Offen gefragt“ zum Beispiel. Oder über unseren Klassenausflug zum Übersee-Museum in Bremen, bei dem wir einiges über Museen und unseren Platz darin lernen konnten. Aber irgendwie ist nun die Luft raus und ich vermute, der Blog bleibt, wie er ist – vorerst!

Denn nach dem Propädeutikum ist vor dem Propädetikum: In gerade mal vier Monaten ist schon die nächste Kohorte am Start und fragt sich, was da eigentlich auf sie zukommt. Ich habe viel darüber nachgedacht, was dieses erste Semester mit mir gemacht hat und weiß mit etwas Abstand, was mir an diesem Start ins Masterstudium so gut gefallen hat: die unheimlich intensive Gruppenarbeit. Das lag zum Teil auch daran, dass wir hauptsächlich zu viert waren und damit eine kleine Gruppe, die sich glücklicherweise in der meisten Zeit sehr gut verstanden hat. Wir konnten nicht nur über Foucault oder Hall diskutieren, sondern auch darüber, was an O.C. California nach so vielen Jahren immer noch sehenswert und wie hässlich Lukes Haarschnitt dennoch ist. Uns interessierte nicht nur, was ein Diskurs ist, sondern auch brennend, wie unser Kommolitone es geschafft hatte, seine dunkelbraunen Haare gelbblond zu färben. Natürlich sind wir uns auch auf die Nerven gegangen, es war manchmal ätzend, so viel zu tun zu haben und irgendwer war eigentlich immer wegen der Deutschen Bahn zu spät oder konnte wegen des Jobs nicht kommen. Und manchmal waren auch wir wie Nemo und wollten einfach nur nach Hause. Ich habe daraus gelernt, mit fremden Personen vier intensive Stunden am Tag zu verbringen, mit ihnen im Konsens Entscheidungen zu treffen, Spaß zu haben, aber auch zu thematisieren, wenn etwas nicht ganz so läuft, wie gedacht. Vor allem aber hatte ich die Möglichkeit, so intensiv mit grundlegenden Texten zu arbeiten, wie es vorher in meinem Studium nie der Fall war und vom Vorwissen meiner Kommoliton_innen zu profitieren. Nicht zuletzt half dabei manchmal auch der Druck, Teil einer kleinen Gruppe zu sein: Wenn du etwas nicht machst, was du hättest tun sollen, wird dies schneller bemerkt, wenn du mit nur drei anderen Personen in einem Raum sitzt, als wenn es 30 sind. Nicht nur einmal stellte ich fest, wie gut ich einiges davon für mein Bachelorstudium oder die Abschlussarbeit hätte gebrauchen können.

Folgendes ist also mein Fazit: Wer sich darauf einlässt, bekommt eine hervorragende Chance, Grundlagenarbeit nachzuholen, aufzufrischen oder dazuzulernen und sich auf neue Sichtweisen einzulassen, je nachdem, aus welchem Bereich sie oder er kommt. Ich fühle mich gut darauf vorbereitet, das zweite Semester in Angriff zu nehmen und als wäre ich randvoll mit nützlichem Wissen über die besten Serien Texte von Foucault!

 

 

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