Protokoll vom 17. Mai 2016

Ergebnisprotokoll des Tutoriums

In der Sitzung am Dienstag, den 17. Mai haben wir uns noch einmal mit Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens befasst. Im Fokus wurden hierbei verschiedene wissenschaftliche Textformen gerückt. Aber begonnen wurde mit dem Rückblick auf die letzte Woche. Wie immer notierten wir auf kleinen Pappkärtchen Begriffe, die uns in der letzten Woche zentral erschienen. Uns fiel auf, dass wir in unseren Assoziationen immer weiter angleichen. Viele Begriffe wurden mehrmals oder sogar von allen gennant.

Anwesende: Mareike, Alev, Merle, Aaron und Pia

Die wichtigsten Begriffe waren:

  • Blog (siehe Protokoll vom 12.05.16)
  • Abschluss/ Endphase/ Rückblick (wie schade 🙂 )
  • Thesenpapier (langsam rückt die mündliche Prüfung näher)
  • Roland Barthes/ Kaja Silverman/ Cindy Sherman (jeder hatte so seine Vorlieben)
  • Rituale (Alev hat das in ihrem Erfahrungsbericht noch einmal ausgeführt)

Danach ging es im Schnelldurchlauf durch die verschiedenen Textformen, wobei das Thesenpapier uns aus Gründen der bevorstehenden mündlichen Prüfung natürlich am meisten interessierte.

Die wichtigsten Eckpunkte seien hier noch einmal festgehalten:

Thesenpapier

  • Thesenpapiere können in mündlichen Prüfungen, Vorträgen oder Seminaren als Diskussionsgrundlage dienen
  • Ein Thesenpapier hält die Ergebnisse einer Arbeit pointiert fest
  • Hierbei werden Thesen, keine Fakten formuliert
  • Im Gegensatz zu einem Fakt ist eine These diskussionsbedürftig

    (Bsp: Fakt: 90% der befragten Rentner gaben an, nicht als Alte angesprochen werden zu wollen // These: Rentner möchten nicht als „Alte“ angesprochen werden)

  • In der Überschrift sollte das Thema genannt werden
  • Unten sollte das relevante Quellen- und Literaturmaterial genannt werden, auf das man sich bezieht

weitere Hinweise: Bänsch/ Alewell (2013: 88)

Exposé

Im Gegensatz zu einem Thesenpapier hält das Exposé nicht die Ergebnisse, sondern den „Fahrplan“ einer wissenschaftlichen Arbeit fest. Es reißt folgende Fragen kurz an:

  • Themennennung/ -abgrenzung
  • Fragestellung/ Arbeitshypothese
  • Erkenntnisinteresse
  • Ziel der Arbeit
  • Forschungsstand
  • Theoriebezug und Forschungsmethode
  • Zentrale Quellen und Literatur
  • Zeitplan

weitere Hinweise: Frank/ Haake/ Lahm (2007:29); Bramberger/ Forster (2004: 64-66)

Fragestellung

Ein häufiges Problem in Hausarbeiten ist die Findung, bzw. Formulierung einer Fragestellung. Folgendes Frageschema soll helfen, die eigene Fragestellung zu erarbeiten:

  • Was ist der Gegenstand meiner Studie?
  • Was ist das problematische/ unklare/ widersprüchliche/ interessante/ unerforschte an meinem Gegenstand?
  • Welche dieser Fragen verlangt besonders nach Diskussion?
  • Weshalb interessiert sie mich besonders?
  • Welches wissenschaftliche Problem beinhaltet diese Frage?
  • Welche Aspekte des Problems will ich behandeln? Warum?
  • Auf welche Aspekte des Problems werde ich meine Studie konzentrieren, welche Felder will ich untersuchen?
  • Wie lautet meine Fragestellung?

Quelle: Boeglin (2007: 133)

Wissenschaftliche Hausarbeit

Wir alle haben schon mindestens eine, wenn nicht Abermillionen Hausarbeiten geschrieben. Es ist jedoch immer wieder hilfreich, sich noch einmal das typische Schema einer solchen anzuschauen.

Einleitung

  • Fragestellung
  • Begründung
  • Forschungsstand

Theorie/ Methode

  • Wie will ich die Frage beantworten?
  • Welche theoretischen/ methodischen Ansätze nutze ich?
  • Welche Quellen nutze ich?

Hauptteil

  • Schritt-für-Schritt Beantwortung der Fragestellung

Schluss

  • Zusammenfassung der Ergebnisse
  • Einordnung des Ergebnisses
  • offen gebliebene Fragen?
  • Ausblick/ weiterführende Fragen?

Protokoll

Für die Frage, wie man ein Protokoll anfertigt, hatten wir leider keine Zeit mehr. Wir haben allerdings einen Steckbrief erhalten, der die wichtigsten Punkte zusammenfasst (Brandes/ Wenk 2013).

Einige wichtige Punkte:

  • Möglichst neutral-sachlich formulieren
  • Zeitform: Präsens (siehe unsere Protokolle :-))
  • Im Gegensatz zu einem Verlaufsprotokoll muss das Ergebnisprotokoll nicht zwingend chronologisch gegliedert sein. Die ProtokollandIn kann eine Diskussion nachträglich gliedern.

An diesen Leitfragen kann man sich orientieren:

  1. AdressatInnen:

    – An wen richtet sich das Protokoll?

    – Ist es auch nach einem längeren Zeitpunkt noch nachvollziehbar?

  2. Inhalte

    – Aussagen eines Vortrages

    – Am besten in ganzen Sätzen

  3. Diskussion

    – Die wichtigsten Punkte der Diskussion möglichst nach Fragen gegliedert festhalten

  4. Wer spricht?

    – Es muss stets erkennbar sein, wem die im Protokoll gestgehaltenen Aussagen zugeordnet werden können (ProtokollandIn, Autor, ReferentIn, Lehrende…)

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