Protokoll vom 04. Mai 2016

Anwesende: Merle, Mareike, Alev.

Stuart Hall: Das Spektakel des Anderen

Differenz produziert Bedeutung

Der Diskurs von Photographie und dem Beschriebenen produziert Bedeutung.

Was ist das Andere? Was ist die Norm? – Abhängig von Rahmenbedingungen.

Kritik von Alev: Stereotyp: fix und unveränderlich; S. 144

Stereotyp hat die Eigenschaft, Dinge auf Eigenschaft festzulegen, nicht aber sich selbst. Es geht um den Mechanismus, nicht um die Entwicklungseinschränkung

Warum fokussiert sich die alltagskulturelle Repräsentation auf Differenz?

Beispiel 1: Ben Johnson

hat durch Doping gewonnen; im Bild wird ein Gewinner gezeigt, der durch Schurkerei gewonnen hat.

Rückgriff auf Barthes: Mythos, eine dominante Bedeutung durch Zusammenspiel von Text und Bild.

Beispiel 2: Linford Christie, „Lunchbox“

Beispiel 3: Florence Griffith-Jaynor, Aussehen wir ein Mann

Beispiel 4: Pirelli-Bild von Carl Lewis in Frauenschuhen

→ Bild macht „Differenz“ kenntlich,

Repräsentationsregime: vorherrschende Repräsentationsform

tritt nicht eindeutig männlich auf, und Pirelli-Kalender ist eigentlich für knapp bekleidete Frauen gedacht.

Warum spielt Differenz eine Rolle? Wie kann man mit Differenz argumentieren?

  1. Ohne Differenz gibt es keine Bedeutung

  2. Bedeutung wird erst durch den Dialog hergestellt                                                                                                               → negativ: Bedeutung ist nicht steuerbar, hat immer einen ungewissen Anteil

  3. Anthropologie: Differenz fördert Klassifikation → Gaussche Normalverteilung, ist immer im Wandel (Bsp. Home-Ehe, Flexibler Normalismus

  4. psychoanalytische Ansatz: Differenz zur Identitätsfindung, Konstitution des SelbstLacan: Das Kind ist sich seiner selbst nicht bewusst, bis es sich im Spiegel, oder durch den begehrenden Blick der Mutter sieht, nimmt sich selbst als genug wahr, erkennt sich als Entität, imaginärer Fremdblick, Wahrzunehmen, dass man different zu anderen ist,

    Bsp: Panopticon                                                                                                                                                Gefahr: Durchgehende Definition über den Blick anderer

Großteil der rassistischen Stereotypisierung und Gewalt resultiert aus der Weigerung des weißen „Anderen“m die schwarze Person „vom Platz des Anderen“ anzuerkennen.

Drei Phasen, wie der Westen mit Schwarzen in Verbindung gekommen ist:

1. westliche Händler + afrikanische Königtümer → Sklaverei

2. Kolonialisierung, Vormachtstellung

3. Migration von Flüchtlingen

Gegensatz der schwarzen „das Primitive“ gegen die weißen „die zivilisierte Welt“

Schwarzer sei kein zivilisierter Mensch, deshalb sei er nur unter Vormundschaft des Weißen

Weil der Körper anders aussieht, gibt es einen Unterschied.

→ Naturalisierung: Weil ein bestimmter Mensch schwarz ist, ist er primitiv

Legitimation der Sklaverei: Eigentlich seien die Schwarzen zur Faulheit geboren

Kultur genetisch codiert

Die Weißen dachten, die Schwarzen würden sie nachmachen, haben Parodie aber nicht verstanden

→ Trotzdem Vormachtstellung der Weißen

Naturalisierung ist eine Strategie, Differenz festzuschreiben.

Neue Bilder des Schwarzen, die nicht auf Differenzen, sondern auf Gemeinsamkeiten abzielt

→ dadurch wird aber neue Differenz produziert

Stereotypen werden durch neue Stereotypen ersetzt

fünf Stereotypen des Schwarzen in der Geschichte:

  1. Toms

  2. Coons

  3. Mulattin

  4. Mammies

  5. Bad Bucks

Sydney Poitier nur so erfolgreich, weil er als zivilisierter Schwarzer präsentiert wurde.

Robeson schaffte es, Ansprüche der weißen und der schwarzen Zuschauerschaft zu bedienen.

80er – 90er → Selbstbewusstsein der schwarzen Gesellschaft, schwarze Kultur in Populärmusik

Bsp. Theo „Bill Cosby Show“: Stereotypisierung sogar in der Stimme

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